Im vergangenen Dezember hat die zum Vokswagen-Konzern gehörende Power Co SE wie geplant die Gigafabrik Salzgitter in Betrieb genommen und damit die ersten Einheitszellen aus einer europäische Fertigungsstätte produziert. Nun werden die Batteriezellen für abschliessende Tests im Fahrzeug an die Marken des Volkswagen-Konzerns ausgeliefert. Der erste Serieneinsatz erfolgt in den Baureihen Electric Urban Car Family von VW, Skoda und Seat/Cupra. Im VW-Konzern soll die Power Co rund 50% des Bedarfs an Einheitszellen abdecken. Vorgesehen sind daneben aber auch Lieferungen an externe Kunden.
Der standardisierte Aufbau der prismatischen Einheitszelle ermöglicht den weltweiten Einsatz über alle Marken und Regionen hinweg. Dank Skaleneffekten lassen sich Kostenvorteile erzielen, und die grosse technologische Flexibilität ermöglicht die Herstellung unterschiedlicher Batteriesysteme von Lithium-Eisenphosphat- (LFP) über Lithium-NMC- (Nickel-Mangan-Kobalt) bis hin zu Festkörperzellen. Die erste Power-Co-Einheitszelle basiert auf einem NMC-System und soll gegenüber herkömmlichen Zellen rund 10% mehr Energiedichte bieten.
Die Produktion von Power-Co-Einheitszellen wird im laufenden Jahr nun schrittweise hochgefahren. Im ersten Schritt wird eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 20 GWh aufgebaut, die bei Bedarf auf bis zu 40 GWh ausgeweitet werden kann. Salzgitter dient dabei als Leitwerk für die nachfolgenden Gigafabriken im spanischen Valencia und in St. Thomas, Kanada. Salzgitter soll kontinuierlich weiter wachsen und sich zum führenden Batteriezentrum in Europa entwickeln. Die neue Power-Co-Fertigungsstätte setzt auch neue Standards für die CO?-arme Zellfertigung. Die Produktion erfolgt mit vollständig regenerativer Energie, denn erstmals werden auch die energieintensiven Rein- und Trockenräume mit Grünstrom betrieben.

