Mehr Geräuschkomfort im E-Auto

Da bei Elektrofahrzeugen der von Verbrennungsmotorgeräuschen erzeugte Maskierungseffekt entfällt, werden Strassen-, Wind- und Komponentengeräusche deutlicher wahrgenommen. Bei der Entwicklung des neuen EV2 hat Kia den Fokus daher besonders auf den Geräusch- und Vibrationskomfort gerichtet. Bereits in ganz frühen Entwicklungsphasen des speziell für Europa ausgelegten Modells setzte das Hyundai Motor Europe Technical Center numerische Simulationen ein, wobei der Schwerpunkt auf die Reduzierung von Fahrgeräuschen bei hohen Geschwindigkeiten gelegt wurde. Auf dem Prüfstand durchgeführte Geräusch- und Vibrationstests ermöglichten präzise Messungen in kontrollierter Umgebung. So konnten die Ingenieure bestimmte Frequenzen isolieren und gezielte Gegenmassnahmen umsetzen. 
Kia hat den EV2 mit sogenannten Akustikreifen ausgestattet. Ergänzend wurden speziell entwickelte Matten und Radhausdämmungen integriert, die das Geräuschniveau weiter absenken. Zur Reduzierung von Windgeräuschen durch Verringerung der Luftturbulenzgeräusche bei Autobahngeschwindigkeiten kommen schalldämmende Türfenster und eine ebensolche Windschutzscheibe zum Einsatz. Zwar sind Elektromaschinen leiser als Verbrennungsmotoren, doch können auch Komponenten wie etwa der Wechselrichter störende hochfrequente Töne erzeugen. Daher erhielt der EV2 auch ein spezielles Sound-Paket mit Innenisolierung des Armaturenbretts, Frunk-Schalldämpfer und optimierter Unterbodenabdeckung. Für maximale Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit soll das Warnton-Design beitragen. Der Fussgänger-Warnsignalton informiert Verkehrsteilnehmer, ohne die EV2-Passagiere zu stören, und der Warnton des Höchstgeschwindigkeitsassistenten (Intelligent Speed Limit Assist, ISLA) wurde so abgestimmt, dass er Hinweise gibt, ohne aufdringlich zu wirken.