Gesteigerte Fahrdynamik

Im Plug-in-Hybridantriebssystem des neuen Audi RS 5 (825 Nm, 470 kW, 639 PS) kommt ein neues Hinterachsgetriebe mit elektromechanischer Drehmomentverteilung zum Einsatz. Der Hersteller spricht von Quattro mit Dynamic Torque Control. Zweck der neuen Antriebskomponente ist es, für eine schnelle und präzise Querverteilung der Momente an den Hinterrädern zu sorgen und damit agiles und kontrolliertes Fahren bis in den Grenzbereich zu ermöglichen. Innerhalb von nur gerade 15 µs soll das System auf jede Fahrsituation exakt reagieren können. Das Achsgetriebe arbeitet sowohl im Zug- als auch im Schubbetrieb sowie beim Bremsen akkurat und zuverlässig. Es setzt sich aus drei Hauptbauteilen zusammen: Die wassergekühlte, permanent erregte 400-V-Elektromaschine liefert als Hochvoltaktor maximal 40 Nm und 8 kW, und das mechanische Überlagerungsgetriebe sowie das klassische Differenzial komplettieren das System. Anders als mechanische Systeme arbeitet das neue Quattro mit Dynamic Torque Control in sämtlichen Betriebszuständen unabhängig vom Antriebsstrangmoment und von der Richtung der Kräfte. Der Hochvoltaktor ist über Stirnradgetriebestufen und Planetengetriebe fest mit der linken Antriebswelle und dem Differenzialkorb verbunden. Diese Auslegung gewährleistet eine präzise Stelldynamik.
Fährt der RS 5 beispielsweise in eine Linkskurve und beginnt zu übersteuern, erhöht das Quattro mit Dynamic Torque Control zur Stabilisierung das Drehmoment am kurveninneren Rad. Soll dagegen für bessere Traktion und zur Verhinderung des Untersteuerns mehr Kraft an das kurvenäussere rechte Rad gelangen, reduziert das Torque-Vectoring-System das Drehmoment an der linken Antriebswelle. Mit dem neuen Hinterachsgetriebe soll man also laut Hersteller bis zum fahrdynamischen Grenzbereich stets optimale Kontrolle über die Fahrzeugbewegung haben. Je nach Fahrmoduswahl reicht die Spreizung von neutral und ausbalanciert bis zu heckbetont und damit besonders agil.