MechaniXnews – 03.02.2023

Toyotas erster Plug-in-Hybrid aus Europa

Der Toyota C-HR der zweiten Modellgeneration läuft in der Türkei vom Band – als erster Plug-in-Hybrid der Marke in Europa. Parallel zum Start der Fahrzeugproduktion errichtet Toyota Motor Manufacturing Turkey (TMMT) eine Montagelinie für Plug-in-Hybridbatterien. Ab Dezember dieses Jahres sollen jährlich rund 75‘000 Einheiten vor Ort gefertigt werden. Toyota will bis zum Jahr 2040 europaweite Klimaneutralität erreichen, schon 2030 soll die komplette Produktion CO2-neutral erfolgen. Im türkischen Werk Sakarya reduziert der Konzern seinen Energieverbrauch und setzt zunehmend auf erneuerbare Energien. Der vermehrte Einsatz von Solarkraft soll die Fertigungsstätte energieautark machen. Neue Technologien in der Lackiererei minimieren die CO2-Emissionen ebenfalls.

MechaniXnews – 01.02.2023

Liftsystem als „Hochstapler“

Zu den vielen Spezialitäten des Porsche 911 Dakar zählt die um 50 mm auf 161 mm erhöhte Bodenfreiheit. Mit dem serienmässigen Liftsystem kann die Karosserie an Vorder- und Hinterachse per Taster manuell um weitere 30 mm angehoben werden. Um das System den höheren Anforderungen bis 170 km/h für Vorder- und Hinterachse zu gewährleisten, mussten tiefgreifende Änderungen vorgenommen werden. Dazu wurde ein Druckspeicher entwickelt, der den Systemdruck bei Bedarf bis auf 135 bar nachregelt. Fahren im Hochniveau ist mit bis zu Tempo 170 km/h möglich. Bei Überschreiten dieser Marke erfolgt eine automatische Absenkung. Die im 911 Dakar verwendeten Federbeine sind länger und bieten vorn wie hinten längere Ein- und Ausfederwege. Neben den Fahrmodi Normal, Wet und Sport stehen die Dakar-exklusiven Fahrprogramme Rallye und Offroad zur Verfügung.

MechaniXnews – 30.01.2023

Hocheffizientes bidirektionales Bordladesystem

Renault und das französische Kommissariat für Atomenergie und alternative Energien CEA entwickeln gemeinsam ein bidirektionales Ladegerät mit sehr hohem Wirkungsgrad für Elektrofahrzeuge. Das hocheffiziente System soll die Energieverluste beim Laden um 30% reduzieren und damit die Fahrzeugbatterie deutlich schneller mit Strom versorgen. Zudem wird es Vehicle-to-Grid-tauglich sein und Energie aus dem Akku ins Stromnetz zurückspeisen können, um den Netzbetrieb zu optimieren und die Schwankungen der erneuerbaren Energien auszugleichen. Die Lösung ist mit den Normen für elektromagnetische Verträglichkeit der Netze und des Fahrzeugs kompatibel. Das innovative Ladegerät wird bis zum Ende des Jahrzehnts in den Serienmodellen von Renault zum Einsatz kommen.

MechaniXnews – 27.01.2023

Zwei Gänge für das EV

Zwar verfügen heute noch die meisten Elektroautos nur über eine Getriebestufe. Um gute Beschleunigung und hohe Geschwindigkeit zu vereinen, bringen 2-Gang-Getriebe jedoch auch beim EV Vorteile. Dank der so erreichten höheren Effizienz kommt das Auto mit einer kleineren, leichteren Batterie aus, was im Klein- und Kompaktwagenmarkt matchentscheidend sein kann. Nun hat die kanadische Firma Inmotive für Elektroautos das 2-Gang-Getriebe Ingear entwickelt. Mit ihm soll sich die Reichweite um bis zu 15% vergrössern lassen. Das erste damit ausgerüstete Auto ist das neue Modell eVX von Suzuki. Das neue Ingear-Getriebe umschliesst das Differenzial und benötigt nur sehr wenig zusätzlichen Einbauraum. Ausserdem soll das Getriebe vollständig skalierbar sein, um auch den Anforderungen grösserer, schwererer Fahrzeuge gerecht zu werden.

MechaniXnews – 25.01.2023

Bremsen fein abstimmen

Beim Porsche Taycan können 90% aller Bremsvorgänge im Alltag rein elektrisch erfolgen. Das hydraulische System kommt nur bei Geschwindigkeiten unter 5 km/h zum Einsatz, wenn die E-Maschinen kaum Bremsleistung entfalten. Ausserdem greift die Reibbremse ein, wenn die Verzögerungsleistung der Elektromotoren nicht ausreicht, etwa bei einer Vollbremsung aus hohen Geschwindigkeiten. Der Taycan Turbo S kann beim Bremsen bis zu 290 kW elektrische Leistung erzeugen. So reichen zwei Sekunden Verzögerung, um Strom für rund 700 m Fahrt zu gewinnen. Zu den grossen technischen Herausforderungen gehört bei der Abstimmung das Kombinieren von generatorischem und hydraulischem Bremsen – Blending genannt. Einen sanften Wechsel zu garantieren ist technisch anspruchsvoll, weil sich die Bremssysteme unterschiedlich verhalten.

MechaniXnews – 23.01.2023

Reaktor für reines Methan

Synthetische Energieträger können erneuerbare Energie transportierbar und speicherbar machen. Deren Nutzung erzeugt nur gerade so viel CO2 wie zuvor für die Herstellung der Atmosphäre entzogen wurde. Für die Herstellung von künstlich hergestelltem Methan haben Empa-Forscher jetzt ein neues, optimiertes Reaktorkonzept entwickelt, bei dem die Bildung von Wasserstoff auf der Produktseite unterbunden wird. Damit erzielen die Empa-Ingenieure eine einfachere Prozessführung und eine bessere Eignung für den dynamischen Betrieb, also beispielsweise für die Kopplung mit nur unregelmässig verfügbaren erneuerbaren Energien. Das Projekt wird durch den Kanton Zürich, Avenergy Suisse, Migros, Lidl, Armasuisse, Swisspower und den ETH-Rat unterstützt.

MechaniXnews – 20.01.2023

Noch braucht es den Dieselmotor

Die Renault-Gruppe und der Antriebs- und Elektronikentwickler Punch Torino haben eine Kooperation über die Verwendung und gemeinschaftliche Entwicklung abgas- und verbrauchsoptimierter Dieselmotoren für leichte Nutzfahrzeuge vereinbart. Punch kann die aktuellen und zukünftigen Vierzylinder-Dieselmotoren von Renault erwerben, nutzen und verkaufen. Im Rahmen des Projekts Horse arbeiten künftig die Ingenieur-Teams von Renault und Punch Engineering gemeinsam an der Entwicklung neuer Dieselmotoren. Erstes Projekt sind die Euro-6- und Euro-7-Varianten, die ab 2025 produziert werden sollen. Die Motoren werden im französischen Werk Cléon in der Normandie hergestellt. Im Weiteren ermöglicht die Vereinbarung Kooperationen wie etwa die gemeinschaftliche Entwicklung wasserstoffbetriebener Verbrennungsmotoren.

MechaniXnews – 18.01.2023

Spezieller serieller Hybridantrieb

Der auf der Motor Show in Brüssel vorgestellte Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV ist ein Plug-in-Hybrid der ganz besonderen Art. Als verbrennungsmotorischer Generator dient dem neuen Modell ein Wankelmotor. Dieses 1-Scheiben-Aggregat mit einem Hubraum von 830 cm3 und einer Maximalleistung von 55 kW bei 4700/min ist der erste Kreiskolbenmotor seit der Einstellung der Massenproduktion bei Mazda. Der elektrische Traktionsmotor des neuen MX-30, der stets alleine für den Antrieb des Fahrzeugs sorgt, leistet maximal 125 kW und liefert ein Drehmoment von 260 Nm. Die 17,8-kWh-Batterie ermöglicht im Elektromodus eine Reichweite von bis zu 85 km. Als weitere Fahrmodi gibt es Normal (Hybrid) und Charge, um den Ladezustand der Batterie zu sichern. Mit dem MX-30 e-Skyactiv R-EV stehen auch die Möglichkeiten des bidirektionalen Ladens offen.

MechaniXnews – 16.01.2023

Radnabenmotoren für McLaren

In einer strategischen Partnerschaft entwickeln das Technologieunternehmen McLaren Applied und das slowenische Unternehmen Elaphe Propulsion Technologies gemeinsam ein Elektroantriebssystem, das Radnabenmotoren von Elaphe mit der Wechselrichtertechnologie von McLaren Applied verbindet. McLaren-Wechselrichter kommen heute im Hybrid-Hypercar McLaren P1 sowie in der Formel E und in der Formel 1 zum Einsatz. Das auf der CES in Las Vegas vorgestellte neue System soll nun nicht nur die Effizienz und die Fahrdynamik, sondern auch den Bauraumbedarf wesentlich optimieren. Der 800-V-Wechselrichter IPG5 aus Siliziumkarbid wartet mit einer bemerkenswerten gravimetrischen und volumetrischen Leistungsdichte von 90 kVA/kg respektve 130 kVA/l auf. Er kann Elektromotoren zu Dauer- und Spitzenleistungen von 250 und 400 kW verhelfen.

MechaniXnews – 13.01.2023

Essenzielle Rohstoffe für EV-Fertigung

Immer mehr Autohersteller schliessen Allianzen, um ihre Lieferkette zu stabilisieren. Schliesslich gilt es, für künftige EV-Paletten riesige Batteriekapazitäten zu sichern. General Motors zum Beispiel hat jetzt mit dem grossen Nickel-, Kupfer- und Kobalt-Produzenten Vale S.A. ein langfristiges Nickel-Lieferabkommen unterzeichnet. Im Rahmen dieser Vereinbarung wird Vale Nickelsulfat in Batteriequalität liefern, was jährlich 25’000 Tonnen Nickel entspricht. Dieses Material kommt in den Kathoden der GM-eigenen Ultium-Batterien zum Einsatz. Mit dieser Nickel-Menge sollen Akkus für rund 350'000 Fahrzeuge hergestellt werden können. Zu den kommenden BEV-Modellen auf der GM-Palette zählen die Chevrolets Silverado EV, Blazer EV und Equinox EV, der Cadillac Lyriq sowie die GMC-Modelle Sierra EV und Hummer EV Pickup oder SUV.