MechaniXnews – 30.11.2022

Neuartige Materialien für Lithium-Ionen-Akkus

Forscher der Boise State University in Idaho, USA, haben ein neues Verfahren zur Herstellung von Anoden für Lithium-Ionen-Batterien entwickelt. Der eigentliche Durchbruch soll im Herstellungsverfahren liegen. Die Forschenden haben herausgefunden, dass allein durch die Beaufschlagung des Anodenmaterials mit Lithium eine Umwandlung in eine neuartige kristalline Nb2O5-Anode (Steinsalz) mit aussergewöhnlicher Lithium-Speicherung und schneller Zykluszeit erfolgt. Dieser Prozess kann später eventuell zur Herstellung anderer Materialien für Lithium-Ionen-Batterien verwendet werden, die auf herkömmliche Weise nicht einfach hergestellt werden können.

MechaniXnews – 28.11.2022

Renault beschleunigt Defossilisierung

Die Renault-Gruppe engagiert sich seit mehr als zehn Jahren für die Energiewende und hat ihre Verpflichtung bekräftigt, bis 2025 an den Electricity-Standorten in Nordfrankreich, bis 2030 in den europäischen Werken und bis 2050 weltweit Kohlenstoffneutralität zu erreichen. Der Konzern will dies durch den verstärkten Einsatz von Photovoltaik, Geothermie und Biomasse erreichen. Im Rahmen der Renaulution-Strategie wird Renault den Defossilisierungsplan für die Industriestandorte durch drei strategische Partnerschaften beschleunigen. So schliesst der Konzern mit Voltalia den bisher grössten Ökostromliefervertrag in Frankreich ab. Dazu kommt eine Vereinbarung mit Engie über das erste Tiefengeothermieprojekt Europas in der Produktionsstätte Douai. In Kooperation mit Dalkia wird Renault zudem im Werk Maubeuge einen Biomassekessel installieren.

MechaniXnews – 25.11.2022

CO2-armes Rallye-Auto

Der Audi RS Q e-tron mit elektrischem Antrieb und Energiewandler ist bei der kommenden Rallye Dakar (31. Dez. bis 15. Jan.) erstmals mit einem neuen Treibstoff am Start. Den im ETG-Prozess (Ethanol-to-Gasoline) hergestellte pflanzenbasierte Sprit benötigt der Energiewandler, um Strom für den E-Antrieb zu liefern. Der Verbrenner arbeitet mit hoher Verdichtung und damit sehr effizient. Mit dieser Treibstoffmischung spart der Wüstenrenner nach Audi-Angaben mehr als 60% CO2 ein. Die von Audi vorangetriebene Entwicklung entspricht den Vorgaben des Treibstoffreglements von FIA und ASO,  und dank der hohen Oktanzahl von 102 ist auch grosse Klopffestigkeit garantiert. Mit dem Sprit erzielt der Verbrenner sogar einen höheren Wirkungsgrad als mit fossilem Benzin. Vision von Audi ist es, mit 100% erneuerbarem Treibstoff die anspruchsvollsten Rennen zu bestreiten.

MechaniXnews – 23.11.2022

ZF wird zum E-Spezialisten

Zulieferer ZF präsentiert die neueste Generation von Elektroantrieben für Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge. Sie soll Massstäbe setzen durch eine herausragende Leistungsdichte und Energieeffizienz. Dies erreicht das Unternehmen durch zahlreiche Innovationen auf der Komponenten- und der Systemebene. Mit einem hochintegrierten E-Motor mit neuem Kühlkonzept und neuer Wicklungstechnik liess sich die Leistungsdichte erhöhen. Die Dauerleistung des Motors wird dabei auf 85% der Spitzenleistung gebracht. Mit dem neuen koaxialen Reduziergetriebe überträgt ZF sein grosses Know-how bei Planetengetrieben auf die nächste Generation elektrischer Antriebe. Zwei integrierte Planetengetriebe erzeugen die gewünschte Achsübersetzung und ermöglichen auch die voll integrierte Differentialfunktion.

MechaniXnews – 21.11.2022

PV-Anlage der Amag Baden in Betrieb

Am 15. November hat das Solarzeitalter für den Betrieb Amag Baden an der Winkelstrasse 2 in Fislisbach mit der Marke Audi begonnen. Damit setzt die Amag-Gruppe ihre Nachhaltigkeitsstrategie fort. Auf dem Dach des Betriebs wurden auf einer Fläche von 1370 Quadratmetern 702 Solar-Panels verbaut. Die elektrische Spitzenleistung der Anlage beträgt 284 kWp, pro Jahr können rund 280‘000 kWh produziert werden. Dieser Strom wird hauptsächlich für den Eigengebrauch verwendet. Der Ausbau der PVA an den eigenen Standorten spielt eine zentrale Rolle in der Nachhaltigkeitsstrategie der Amag-Gruppe. In Umsetzung dieser Strategie werden bis 2025 etwa 75‘000 Quadratmeter, also rund zehn Fussballfelder, mit Solar-Panels bestückt. Dadurch wird die Amag in der Lage sein, mehr als 20 Prozent des heutigen Strombedarfs selbst abzudecken.

MechaniXnews – 18.11.2022

Grosses Sicherheitspotenzial

Der vollelektrische Nissan Ariya und der X-Trail e-Power schnitten im aktuellen Euro-NCAP-Crashtest mit dem Maximum von fünf Sternen ab. Für den Schutz erwachsener Insassen gibt es 86 Prozent (Ariya) und 88 Prozent der Punkte (X-Trail). Beide Modelle weisen in Schlüsselbereichen einen hohen Anteil an ultrahochfestem Stahl auf. Diese Verstärkungen verbessern die Steifigkeit und absorbieren die bei einem Unfall wirkenden Kräfte, bevor diese die Fahrgastzelle erreichen. Der Zentral-Airbag in beiden Fahrzeugen verhindert bei einem Seitenaufprall, dass die Köpfe von Fahrer und Beifahrer zusammenstossen. Dadurch werden Höchstpunkte von 14,9 (Ariya) respektive 16 (X-Trail) erzielt. Aber auch beim Schutz der Kinder erreichen die beiden Fahrzeuge nahezu identische Bestwerte mit 89 (Ariya) und 90 Prozent (X-Trail).

MechaniXnews – 16.11.2022

Mehr CO2-reduzierter Stahl

BMW verfolgt die Klimaziele auch im Lieferantennetzwerk und reduziert so auch den CO2-Fussabdruck im Stahl-Einkauf. Nach ersten Verträgen mit europäischen Lieferanten wurden nun weitere Vereinbarungen zur Lieferung von CO2-reduziertem Stahl in den USA und China abgeschlossen. BMW wird sein weltweites Produktionsnetzwerk ab 2026 zu mehr als einem Drittel mit CO2-reduziertem Stahl beliefern. Damit verringern sich die CO2-Emissionen der Lieferkette jährlich um rund 900’000 Tonnen. Zusätzlich zum Bezug von CO2-reduziertem Stahl hat BMW über den Venture-Capital-Fonds BMW i Ventures in eine neue Methode zur CO2-freien Stahlherstellung investiert, die das US-Startup Boston Metal entwickelt hat. Beim neuen Verfahren wird über eine Elektrolysezelle Flüssigeisen hergestellt, das danach zu Stahl weiterverarbeitet wird.

MechaniXnews – 14.11.2022

Sono und Bosch werden Servicepartner

Der Münchener Solar-Mobility-Autohersteller Sono Motors und der renommierte Zulieferer Bosch arbeiten zukünftig bei Wartung und Reparatur des Modells Sion im Rahmen des Werkstattkonzepts Bosch Car Service zusammen. Während der Lancierungsphase in Deutschland werden 50 Bosch Car Services als autorisierte Servicestützpunkte für das neue Modell geschult und qualifiziert. Das Werkstattpersonal ist autorisiert, alle Reparaturen im Hochvolt-, Fotovoltaik- und Sicherheitsbereich durchzuführen. Alle Instandsetzungs-, Garantie- und Aktionsarbeiten können nur von autorisierten Partnerwerkstätten durchgeführt werden. Zudem macht Sono Motors das Handbuch für das Modell, das den gleichen Namen trägt wie die Walliser Hauptstadt, in reduziertem Umfang für alle rund 22‘000 freien deutschen Werkstätten zugänglich.

MechaniXnews – 11.11.2022

Noch mehr Assistenzsysteme

Mit dem Assistenzsystem Travel Assist im Elektrobus ID.Buzz nutzt VW Schwarmdaten und geht damit das nächste Schrittchen in Richtung automatisiertes Fahren. Mit Park Assist Plus mit Memory-Funktion lernt der Bus ausserdem individuelle Parkvorgänge und kann sie selbstständig wiederholen. Neu ist der „Travel Assist mit Schwarmdaten“ nur auf eine erkannte Fahrbahnbegrenzung angewiesen, um die Spur zu halten. Daher steht das System auch auf Landstrassen ohne mittlere Fahrbahnmarkierung zur Verfügung. Die Verfügbarkeit des Travel Assist wird durch Schwarmdaten erhöht, der Komfort und die Assistenz für den Kunden gesteigert. Die Schwarmdaten werden von mehreren Hunderttausend Fahrzeugen des VW-Konzerns anonymisiert erzeugt. Die Fahrzeugflotte sammelt dazu Kartierungsmaterial mit festen Merkmalen des Verkehrsumfelds und übermittelt diese an eine Cloud.

MechaniXnews – 09.11.2022

Renault mit China-Partnerschaft

Geely und Renault haben eine unverbindliche Rahmenvereinbarung unterzeichnet, um ein neues, weltweit führendes Unternehmen zu gründen, das hocheffiziente Hybridantriebe und Verbrennungsmotoren entwickelt, produziert und vertreibt. Diese Vereinbarung sieht vor, dass Geely und die Renault Group je eine 50:50-Beteiligung am neuen Unternehmen halten werden. Zum Start wird das neue Unternehmen mehrere Industriekunden beliefern, darunter Renault, Dacia, Geely, Volvo, Lynk & Co, Proton sowie Nissan und Mitsubishi. In Zukunft könnte die Partnerschaft ausserdem Antriebe für andere Automarken anbieten. Das Unternehmen soll 17 Motorenwerke auf drei Kontinenten betreiben, insgesamt rund 19’000 Mitarbeiter beschäftigen und mehr als 130 Länder beliefern. Die Gesamtkapazität dürfte sich auf mehr als fünf Millionen Antriebsstränge pro Jahr belaufen.